Auskehrung an Gläubiger – Bankverbindung nicht mehr existent

In unserem Pfändungsbestand haben wir derzeitig ca. 25 Pfändungsgläubiger wo wir keine Auskehrbuchungen mehr vornehmen können, da sich die Bankverbindung des Gläubigers zwischenzeitlich geändert hat. Anschreiben an die Gläubiger sind mit dem Vermerk „unbekannt verzogen“ zurückgekommen. Unsere Bemühungen an die aktuelle Adresse und Bankverbindung der Gläubiger zu gelangen, sind mit den herkömmlichen Mitteln wie z.B. Branchenbuch oder Internet eingeschränkt und haben bislang keinen Erfolg gebracht. Wir behelfen uns derzeitig so, dass wir das Geld auf gesperrt buchen und dabei vom Zeitraum eine sehr großzügige Wiedervorlage wählen.

Unsere Frage ist nun, ob andere Sparkassen ähnliche Erfahrungen gemacht haben und wie andere Sparkassen mit diesem Thema umgehen? Hat jemand noch eine gute Idee?

4 Comments

  1. Matthias Nietz

    Ich finde die beschriebene Lösung ist erstmal pragmatisch.
    Spanndend ist die Frage, wie mit Zinsen aus der Hauptforderung umgegangen werden soll. Auch wenn der Schuldner dieses Geld, was ihm nicht mehr zusteht jeden Monat auf dem Kontoauszug zu sehen bekommt, führt dies ggf. zu ungewollten Diskussionen.

    Beides könnte mit einer Separierung auf ein HK-Konto gelöst werden – aber auch dort muss typischerweise nachvollziehbar sein, wie sich der Saldo zusammensetzt. Wenn ihr Haus dafür eine Lösung hat, wäre dies vllt. eine gute Alternative.

    *** Achtung – Werbeblock 🙂 ***
    tolina hat mit „Postrückläufer 2“ eine Lösung im Angebot, die weitreichender und einfacher ist als die Recherche im Branchenbuch oder via Internet. Aber das ist sicher nur dann lohnend, wenn das Problem der Postrückläufer mal grundsätzlich für das gesamte Institut gelöst werden soll.

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  2. Stefan Fichtner

    Wenn es sich um private Gläubiger mit Vertreter handelt, ist Vorsicht geboten. Denn ist der Vertreter für Sie mit einfachen Mitteln nicht auffindbar, dann ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass er keine gültige Vertretungsbefugnis mehr hat und Sie nicht mit befreiender Wirkung zahlen.

    Was spricht gegen die Befragung des Schuldners? Der hat ggf. ein Interesse an der Begleichung / Reduzierung seiner Schuld. Auch wird der Schuldner über Veränderungen in der Gläubigerstruktur (Rechtsnachfolge, Verkauf der Forderung) informiert, da er sonst seine Schuldnen nicht zahlen kann. Vielleicht kann er Ihnen auch mitteilen, dass die Forderung erloschen ist o.ä.

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  3. Falko Heinemann

    Wenn es sich bei Gläubiger bzw. Gläubigervertreter um juristische Personen handelt, hilft manchmal auch Einsicht beim Handelsregister zu nehmen, um eine eventuelle Rechtsnachfolge bestimmen zu können. Oftmals findet man im alten Schriftverkehr sogar die Registernummer des Gläubigers. Allerdings sind diese Auskünfte in der Regel kostenpflichtig.
    Aus der Praxis heraus ist mir in unserem Haus allerdings nur ein Fall bekannt. Da wurde über das Vermögen des Gläubigers das Insolvenzverfahren eröffnet. Damit war der Insolvenzverwalter unser neuer Ansprechpartner. Die Insolvenzbekanntmachungen sind öffentlich und kostenfrei.
    Die Separierung auf ein HK halte ich für weniger glücklich. Mit dem pfändbarem Guthaben auf dem Girokonto ist der Schuldner wohl eher dazu zu bewegen, bei der Klärung der Sachlage mitzuwirken.

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  4. Herbert Kurtz

    Hallo,
    was kan

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