Befristung von Bescheinigungen

Unterhaltsverpflichtungen, Kindergeldanspruch und einige weitere Umstände erhöhen den monatlichen Freibetrag, müssen aber durch geeignete Bescheinigungen nachgewiesen werden. Der Gesetzgeber hat leider nicht angegeben, wie alt diese Bescheinigungen sein dürfen und wann sie zu erneuern sind.

Die Verbände empfehlen teilweise, dass Bescheinigungen beim Einreichen maximal drei Monate alt sein dürfen. Bei Kindergeld wird empfohlen, die Erhöhung nur bis zum 18. Lebensjahr anzuerkennen (sofern bekannt) bzw. bei älteren Kindern jeweils für ein Jahr. Selbstverständlich muss bei einer befristeten Bescheinigung die Frist beachtet werden.

Einige Institute sehen zusätzlich eine turnusmäßige Erneuerung der Bescheinigungen vor, etwa alle zwei Jahre. Manche verlangen eine erneute Vorlage jeweils bei Eingang einer neuen Pfändung.

Wie handhaben Sie das?
Gab es in Ihrem Institut schon Streitfälle mit Gläubigern, weil ein bescheinigter Umstand nicht mehr zutraf?
Kommen in der Praxis befristete Bescheinigungen vor? Ist die Befristung immer eindeutig zu erkennen?

Wir freuen uns auf Ihre Meinungen und Kommentare.

1 Comment

  1. Falko Heinemann

    Eine regelmäßige Erneuerung von Bescheinigungen haben wir nicht vorgesehen. Der Aufwand wäre zu hoch. Von den Gläubigern haben wir da bisher auch noch gar nichts gehört. Ich denke, dass wird bei den großen Kanzleien ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit keine Bedeutung bekommen. Bescheinigungen, die eine Befristung haben, überwachen wir anhand der Wiedervorlagefunktion in tolina. Bisher läuft es aus dieser Sicht problemlos.

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