Mehr Pfändungen durch Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen fordern konsequent nicht gezahlte Beiträge ihrer Mitglieder ein. Laut einem aktuellen Artikel von Spiegel Online wurden im letzten Jahr 1,6 Millionen Fälle zur Vollstreckung an die zuständigen Hauptzollämter übermittelt.

Bereits im August 2011 kündigten Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen an, auch die nicht gezahlten Zusatzbeiträge einzutreiben. Durch das Eintreiben dieser Schulden wird es (noch) mehr Kontopfändungen geben.

Verbraucherschützer und Gewerkschaften weisen darauf hin, dass es sich bei den Schuldnern meist nicht um nachlässige Zahler handelt. Vielmehr seien viele Versicherte nicht in der Lage, die hohen Beiträge aufzubringen. Dies gelte besonders für Selbständige, die unabhängig von ihrem Einkommen hohe Pauschalbeiträge für die gesetzliche Krankenversicherung aufzubringen haben.

Müssen Banken und Sparkassen, die durch die zusätzlichen Kontopfändungen erheblichen Mehraufwand haben, nun auch noch die systematischen Schwächen der deutschen Krankenversicherung ausbaden? Wir freuen uns auf Ihre Meinungen und Kommentare.

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