Verrechnung von Kontoführungsgebühren

Einem Pfändungsschuldner ist im Rahmen des für ihn gültigen Freibetrages Guthaben auf seinem P-Konto zur Verfügung zu stellen.
Nach Ablauf der jeweiligen Fristen wird solches Guthaben pfändbar und kann an den Gläubiger ausgekehrt werden.

Anfallende Kontoführungsgebühren stellen vorrangige Forderungen des Geldinstituts dar und können aus dem Guthaben bedient werden.
Sollte hierfür das für den Pfändungsschuldner verfügbare Guthaben herangezogen werden oder könnten die Gebühren auch aus auskehrbarem Guthaben beglichen werden?

Wie sind die beiden Varianten Ihrer Meinung nach rechtlich zu bewerten?

2 Comments

  1. anonymous

    Wenn der Schuldner seine Kontoführungsgebühren nicht zahlen kann, dann kündigt die Bank sein Konto. Darum bin ich der Meinung, dass die Gebühren auch aus dem auskehrbaren Guthaben beglichen werden können. Das sagt das Wort vorrangig meines Erachtens schon aus.

    Reply
  2. Falko Heinemann

    Nach meiner Meinung muss der Schuldner die Kosten seines Kontos zuerst aus seinem pfandfreien Guthaben bezahlen. Nur wenn er das nicht kann, ist die Bank berechtigt, auf das pfändbare Guthaben zurückzugreifen. Schließlich werden dadurch die Rechte des Gläubigers berührt, seine Ansprüche geschmälert.
    Deutlicher wird das dann im Insolvenzverfahren. Dort gestatten die Insolvenzverwalter die Führung eines Girokontos nur unter der Bedingung, dass der Schuldner die Kontoführungsgebühren aus seinem pfandfreien Guthaben zu bezahlen hat.

    Reply

Leave a Comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.